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Viertelfinale-Rückblick: das Halbfinale der letzten Vier steht

Updated Juli 2026
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Das Viertelfinale der WM 2026 ist komplett — und es hat ein Halbfinale hervorgebracht, das es so noch nie gegeben hat: Mit Frankreich, Spanien, England und Argentinien stehen zum ersten Mal in der WM-Geschichte die vier höchstplatzierten Nationen der FIFA-Weltrangliste gemeinsam unter den letzten Vier. Die beiden entscheidenden Spiele am 11. Juli — England gegen Norwegen und Argentinien gegen die Schweiz — lieferten dabei Drama pur: einen Doppelpack-Helden, eine Rote Karte nach Videobeweis und zwei Verlängerungen. Ich fasse zusammen, was passiert ist, und was es für den Wettmarkt bedeutet.

Jubelnde Spieler unter Flutlicht in einem vollen US-Stadion nach einem entscheidenden WM-Viertelfinaltor
Nach vier Viertelfinals steht das Halbfinale: Frankreich, Spanien, England und Argentinien spielen um zwei Finaltickets.
Runde Viertelfinale (9.–11. Juli 2026)
Ergebnis Alle 4 Favoriten weiter
Ausgeschieden Marokko, Belgien, Norwegen, Schweiz
Nächste Runde Halbfinale 14./15. Juli

Die beiden Auftaktspiele: Frankreich und Spanien souverän

Den Anfang machte am 9. Juli Frankreich mit einem 2:0 gegen Marokko im Gillette Stadium bei Boston — die Neuauflage des Katar-2022-Halbfinales endete erneut mit einem französischen Sieg, diesmal ohne Gegentor. Einen Tag später setzte sich Spanien im SoFi Stadium von Los Angeles mit 2:1 gegen Belgien durch. Es war ein hart erkämpfter Erfolg: Der Siegtreffer von Mikel Merino fiel erst in der 88. Minute — und mit dem belgischen Anschlusstreffer kassierte Spanien das erste Gegentor des ganzen Turniers, nach zuvor makelloser Null.

Damit waren die ersten beiden Halbfinal-Tickets vergeben: Frankreich als weiterhin makelloser Turnierfavorit, Spanien als Europameister mit einer der beeindruckendsten Serien des internationalen Fußballs.

England – Norwegen 2:1 n.V.: die Bellingham-Show

Das erste der beiden Samstagsspiele war lange ein Zittern. Im Hard Rock Stadium von Miami Gardens brachte Andreas Schjelderup Norwegen in der 36. Minute in Führung — der Außenseiter, angeführt von Torjäger Erling Haaland, roch an der nächsten Sensation nach dem Achtelfinal-Coup gegen Brasilien. Doch dann schlug die Stunde von Jude Bellingham: Erst glich er in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+2) zum 1:1 aus, dann, nur drei Minuten in die Verlängerung (93.), staubte er nach einem Abpraller vom norwegischen Torhüter zum 2:1-Siegtreffer ab.

England zog damit ins erste WM-Halbfinale seit 2018 ein — und bedeutsam für die Torjägerliste: Bellingham kletterte mit seinem Doppelpack auf 6 Turniertore. Haaland (7 Tore) hingegen ist mit dem Ausscheiden Norwegens eingefroren und kann nicht mehr zulegen.

Innenansicht: Bellinghams Doppelpack hat gleich zwei Nebenwirkungen für den Wettmarkt, die man auf dem Zettel haben sollte. Erstens: England steamte nach dem Sieg deutlich in den Gesamtsieger-Quoten — auf FanDuel wurde die Mannschaft sogar zum zweiten Favoriten hinter Frankreich. Zweitens: Bellingham selbst rückte im Torschützenkönig-Markt auf eine Quote von 14,00 in den Außenseiterbereich. Wer vor dem Viertelfinale auf ihn gesetzt hat, sitzt jetzt auf einem Value-Ticket — die Kombination aus einem noch spielenden Team und plötzlich sechs Toren ist selten.

Argentinien – Schweiz 3:1 n.V.: die Rote Karte, die alles kippte

Das letzte Viertelfinale im Arrowhead Stadium von Kansas City war lange das engste — und das umstrittenste. Alexis Mac Allister brachte Argentinien früh in Führung (10.), doch die Schweiz, das letzte verbliebene DACH-Team, glich durch Dan Ndoye aus (67.) und träumte vom ersten Halbfinale seit Jahrzehnten. Der Wendepunkt kam in der 72. Minute: Breel Embolo sah nach Videobeweis wegen einer Schwalbe die zweite Gelbe Karte und musste vom Platz — zunächst war Paredes verwarnt worden, die Wiederholung zeigte aber, dass Embolo vor dem Kontakt gefallen war.

Gegen zehn Schweizer drehte Argentinien in der Verlängerung auf: Julián Álvarez (112.) und Lautaro Martínez (120.+1) sorgten für den 3:1-Endstand. Die Schweiz schied wütend aus, wie mehrere Medien berichteten — Argentinien aber zog ins zweite WM-Halbfinale in Folge ein (nach 2022; 2018 schied die Albiceleste noch im Achtelfinale aus). Für österreichische Fans war es das Ende der DACH-Reise: Mit der Schweiz verabschiedete sich der letzte Nachbar aus dem Turnier.

Innenansicht: Der Embolo-Platzverweis ist genau die Art von Ereignis, das eine Wette in Sekunden auf den Kopf stellt — und ein Lehrstück für alle Live-Wetter. Bis zur 72. Minute war die Schweiz zu ihrer Außenseiterquote absolut im Rennen, ein Remis und die Verlängerung mit elf Mann schienen greifbar. Ein einziger VAR-Entscheid drehte das komplett. Meine Lehre daraus für die Halbfinals: In K.-o.-Spielen ist die Rote-Karten-Varianz real. Wer live spielt, sollte nie den ganzen Einsatz vor solchen Kipp-Punkten setzen.

Was der Viertelfinal-Ausgang für die Quoten bedeutet

Der sportliche Ausgang hat den Gesamtsieger-Markt spürbar bewegt (Dezimalquoten, Stand 13. Juli 2026):

Nation Bewegung seit dem Viertelfinale
Frankreich flach, klarer Favorit (2,35–2,50)
England deutlich verkürzt nach dem Sieg (auf 4,10 bei FanDuel)
Spanien leicht abgedriftet (4,30–5,10)
Argentinien marginal verkürzt (5,00–5,20)

Kurz: Frankreich bleibt der einsame Favorit, England ist der große Gewinner der Quotenbewegung, und dahinter sind sich die Buchmacher über die Rangfolge uneinig. Die volle Einordnung mit allen Anwärtern steht in meiner Gesamtsieger-Prognose zu den letzten Vier.

Das Halbfinale: die Paarungen

Damit stehen die beiden Halbfinals fest:

  • Frankreich – Spanien, Dienstag, 14. Juli, 21:00 Uhr MESZ, AT&T Stadium in Arlington/Dallas — das „Finale vor dem Finale“.
  • England – Argentinien, Mittwoch, 15. Juli, 21:00 Uhr MESZ, Mercedes-Benz Stadium in Atlanta — die große Rivalität, erstmals bei einer WM seit 2002.

Der Sieger von Spiel eins trifft im Finale am 19. Juli im MetLife Stadium (New York/New Jersey) auf den Sieger von Spiel zwei. Meine ausführlichen Wett-Analysen stehen im Frankreich–Spanien-Tipp und im England–Argentinien-Tipp.

  • Alle vier Viertelfinal-Favoriten sind weiter: Frankreich, Spanien, England und Argentinien im Halbfinale
  • Erstmals in der WM-Geschichte stehen die vier ranghöchsten FIFA-Nationen gemeinsam unter den letzten Vier
  • England 2:1 n.V. gegen Norwegen: Bellingham-Doppelpack (45.+2 und 93.), Haaland (7 Tore) eingefroren
  • Argentinien 3:1 n.V. gegen zehn Schweizer: Embolo-Rot nach VAR (72.), Álvarez und Lautaro in der Verlängerung
  • Quotenbewegung: England nach dem Sieg deutlich verkürzt, Frankreich weiter klarer Gesamtsieger-Favorit
Wer steht im Halbfinale der WM 2026?
Frankreich, Spanien, England und Argentinien. Die Halbfinals: Frankreich–Spanien am 14. Juli und England–Argentinien am 15. Juli, beide um 21:00 Uhr MESZ.
Wie endeten die entscheidenden Viertelfinals am 11. Juli?
England schlug Norwegen 2:1 nach Verlängerung (Bellingham-Doppelpack), Argentinien bezwang die Schweiz 3:1 nach Verlängerung gegen zehn Mann (Embolo sah in der 72. Minute nach Videobeweis Rot).
Welche Teams sind im Viertelfinale ausgeschieden?
Marokko (0:2 gegen Frankreich), Belgien (1:2 gegen Spanien), Norwegen (1:2 n.V. gegen England) und die Schweiz (1:3 n.V. gegen Argentinien).
Wer ist nach dem Viertelfinale Titelfavorit?
Frankreich bleibt mit einer Gesamtsieger-Quote von 2,35 bis 2,50 (Stand 13. Juli 2026) klarer Favorit; England hat sich nach dem Sieg gegen Norwegen am stärksten verkürzt.

Verwandte Lektüre: die Halbfinal-Übersicht, meine Gesamtsieger-Prognose, die Torschützenkönig-Prognose und der WM-2026-Spielplan.

Stefan Gruber, neun Jahre Wettmarktanalyse — meine Einschätzungen sind persönlich, keine Aufforderungen.

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